Samar Yazbek: Gaza – Überlebensberichte aus einem zerstörten Land

Cover Samar Yazbek_Gaza
 
Aus dem Arabischen von Larissa Bender und Leonie Nückell
 
 

»Was haben Sie am 7. Oktober 2023 gemacht?« Diese Frage stellte die Autorin und Journalistin Samar Yazbek in Katar Hunderten von Geflüchteten aus dem Gazastreifen. Während mehrerer Monate im Jahr 2024 erzählen ihr Männer, Frauen und Kinder zwischen 13 und 65, was sie in diesem Krieg erlebt haben. Ihre Geschichten wirken wie Albträume über unvorstellbare Verluste von Leben, Familie, Heimat und elementarer Würde.

Die Überlebenden sind entschlossen, ihre Geschichte und die Schicksale ihrer Angehörigen mit der Welt zu teilen. Samar Yazbek hat siebenundzwanzig ihrer Berichte ausgewählt und zu einem Band vereint.

»Manchmal denke ich, dass jetzt nicht die Zeit ist, um über Hoffnung oder Trauer zu sprechen. Aber ich will erzählen, was ich gesehen habe.« Buschra Al-Ghulban Abu Sabih, 42 Jahre

Stella Gaitano: Eddos goldenes Lächeln

Cover_Stella Gaitano_Eddos goldenes LächelnStella Gaitano: Eddos goldenes Lächeln

Roman aus dem Sudan

Erscheinungsdatum: Mai 2026

Kiepenheur & Witsch, 20026

Ein unvergesslicher Roman über das Leben und Überleben zweier Frauen im Sudan

Mit beeindruckender Intensität und unerhörter Kraft erzählt Stella Gaitano anhand zweier Frauen und ihrer Familien die Geschichte des afrikanischen Landes Sudan. Ein unvergessliches, ungekanntes Leseerlebnis.

In einem kleinen Dorf im südlichen Sudan wächst Lucy unter dem abfälligen Namen »Irinu« auf, den ihre Mutter Eddo ihr gab, um den Tod abzuschrecken. Als Eddo stirbt, heiratet Lucy Marco und flieht mit ihm vor dem Krieg in den Norden des Sudans, nach Khartum. Dort wohnen sie bei Freunden, doch die politischen Unruhen des Landes holen sie auch in der Stadt ein und bedrohen ihre neue Heimat.

Ein poetischer, intensiver Roman, der die enormen Unterschiede zwischen Stadt und Land, zwischen den Geschlechtern und den Religionen in einem von Gewalt geprägten Land am Beispiel unvergesslicher Figuren erzählt.

Ghayath Almadhoun: Ich habe dir eine abgetrennte Hand gebracht

Ghayath Almadhoun: Ich habe dir eine abgetrennte Hand gebracht

Gedichte
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Karl Rauch Verlag, 2025

Empfehlungen & Rezensionen

»Almadhoun führt seine Leser in ein Spiegelkabinett voller unerwarteter Brechungen und grausam verzerrter Bilder. Seltsamerweise machen ausgerechnet sie eine unbeschreibliche und unerträgliche Welt wieder sagbar. (…) Schwindelerregender Lyrikband«
Stefan Weidner, FAZ

»Grausamkeit, Verrohung und Liebe sind in Almadhouns Texten genauso universal wie die Sprache der Dichtung. Beeindruckend führen sie vor, dass der palästinensische Flüchtling aus Syrien uns viel näher ist, als mancher es annehmen will.«Deutschlandfunk

»Trotz der Schwere schafft Almadhoun Humor einzubringen, einen Humor, der sich zu einer tiefen Traurigkeit gesellt.« Kevin Junk, Buchkultur

» (…) genau das richtige Buch für diese Zeit.«
Mely Kiyak, ZEIT ONLINE

»Die Gedichte speisen sich aus der bilderreichen, mitunter surrealen Sprache arabischer Poesie, beherrschen aber auch den
drastischen Realismus und sarkastischen Klartext. Eine verstörende und zugleich augenöffnende Lyrik.«
Manfred Bosch, ekz

Sahar Abdallah: Maimun

Sahar Abdallah: Maimun

Ein Bilderbuch aus Ägypten
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Baobab Books 2024
Bestellen beim Shop der Autorenwelt

Das Mädchen Tuha lebt in Kairo. Seit sie denken kann, gehört ein zahmes Äffchen zur Familie. Sie hat ihm den Namen Maimun gegeben, was so viel bedeutet wie »mit Glück gesegnet«. Schon im alten Ägypten wurde der Pavian als heiliges Tier verehrt, und bis heute ist es in Ägypten durchaus üblich, dass ein Affe zum Haushalt gehört. Tuha und Maimun sind denn auch ein unzertrennliches Paar.
Tuhas Vater verdient sein Geld als Straßenkünstler, und jeden Morgen dürfen Tuha und Maimun mit auf einen Spaziergang durch die Gassen Kairos. Das Trio bleibt immer mal wieder stehen, dann schlägt Tuha das Tamburin, zu dem ihr Vater singt und Maimun im Takt tänzelt. Die Zuschauer bleiben stehen und applaudieren, manche werfen ihnen eine Münze zu.
Doch trotz des Applauses reicht das Geld, das am Ende des Tages in Vaters Hosentasche liegt, kaum aus, um die Familie zu ernähren. Tuha sieht abends die Sorgenfalten auf seiner Stirn …

Abdelaziz Baraka Sakin: Der Rabe, der mich liebte

Platz 5 der 65. Litprom-Bestenliste Weltempfänger“ / Winter 2024

Abdelaziz Baraka Sakin: Der Rabe, der mich liebte

Roman
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Klingenberg Verlag 2024

Das Buch erzählt die Geschichte von Adam Ingliz, einem jungen sudanesischen Philologen, der davon träumt, in Großbritannien zu promovieren und dort als Professor für Sprachwissenschaft zu unterrichten. Nach zahlreichen abgelehnten Stipendienanträgen macht er sich mit einem Freund und Kommilitonen auf eigene Faust auf den ›Ameisenweg‹. In Großbritannien wird Adam Ingliz jedoch nie ankommen.

Mit viel Empathie, Liebe und einem guten Schuss Humor für seine Figuren führt Abdelaziz Baraka Sakin die Leser:innen in die sudanesische Community in Europa ein und berichtet über  unmenschliche bürokratische Hürden, die Menschen daran hindern, ihren Traum von einem Leben in Würde zu verwirklichen. Wer dieses Buch gelesen hat, blickt mit anderen Augen auf die vielen geflüchteten Menschen, insbesondere aus afrikanischen Staaten, denn ein jeder von ihnen könnte ein zweiter Adam Ingliz sein.

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Samar Yazbek: Wo der Wind wohnt

Platz 3 der 64. Litprom-Bestenliste „Weltempfänger“ / Herbst 2024

Samar Yazbek: Wo der Wind wohnt

Roman aus Syrien
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

 

Ali liegt auf einem verlassenen Berggipfel auf dem Rücken und weiß, dass etwas nicht stimmt. Grelles Licht dringt durch seine Lider, und in seinem Körper pocht ein dumpfer Schmerz. Während er sich in die Geborgenheit eines nahen Baumes zu retten versucht, sieht er die verirrte Granate wieder vor sich, die seinen Militärposten getroffen hat. Doch jede Empfindung bringt eine weitere Erinnerung zurück: an das Spiel des Lichts in den Blättern seines Baumhauses, an das melodiöse Pfeifen der Bäume im Tal, an die Kraft der mütterlichen Hände und an den lockenden Wind, der ihm vom Fliegen erzählt.
In wortmächtigen Szenen setzt Samar Yazbek der Sprachlosigkeit des Krieges die Kraft der Poesie entgegen und erschafft einen literarischen Rausch aus Güte, Grausamkeit und Sehnsucht.

Najat Abed Alsamad: Kein Wasser stillt ihren Durst

Platz 4 der 62. Litprom-Bestenliste „Weltempfänger“ / Frühling 2022

Najat Abed Alsamad: Kein Wasser still ihren Durst

Roman aus Syrien
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Edition Faust, 2023
Bestellen beim Shop der Autorenwelt

Najat Abed Alsamad erzählt in ihrem Roman »Kein Wasser stillt ihren Durst« vom Leben der drusischen Gesellschaft in der südsyrischen Provinz und gleichnamigen Stadt Suwaida. Aus der Perspektive einer Frau, die sich gegen die gesellschaftlichen Traditionen auflehnt und dafür zur Strafe in die Kellerkammer ihres Elternhauses gesperrt wird, berichtet die Autorin über Bräuche, Traditionen und Mythen der Drusen.
Diese Religionsgemeinschaft,

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Khaled Khalifa: Keiner betete an ihren Gräbern

Khaled Khalifa: Keiner betete an ihren Gräbern

Roman aus Syrien
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Rowohlt Buchverlag, 2022
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Über fast hundert Jahre lang beschreibt Khalifa die Entwicklung Syriens, indem er die Geschichten mehrerer Familien erzählt. Der Christ Hanna wächst am Ufer des Euphrat in einer muslimischen Familie auf, gemeinsam mit deren Sohn Zakaria. In die Tochter Suad mit den schönen langen Wimpern verliebt er sich. Doch Hanna und Zakaria sehnen sich nach einem freien Leben, das der gläubigen Muslimin Suad nicht gefällt. Mit ihren besten Freunden, dem Juden Azar und dem Christ William, ziehen Hanna und Zakaria nach Aleppo „Khaled Khalifa: Keiner betete an ihren Gräbern“ weiterlesen

Ali Al-Kurdi: Der Schamaya-Palast

Ali Al-Kurdi: Der Schamaya-Palast

Roman aus Damaskus
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Wallstein Verlag, 2022
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Dieser Roman erzählt, was noch kein anderer vor ihm getan hat: vom Leben palästinensischer Flüchtlinge in einem Haus im jüdischen Viertel von Damaskus.

Im Schamaya-Palast, einst eines der luxuriösesten Gebäude des jüdischen Viertels in der Altstadt von Damaskus, wird Ahmad mit seiner Familie untergebracht, palästinensische Flüchtlinge, die sich von da an mit knapp fünfzig weiteren Familien den Palast als Flüchtlingsunterkunft teilen. Aus dem prachtvollen „Ali Al-Kurdi: Der Schamaya-Palast“ weiterlesen

Mazen Maarouf: Ein Witz für ein Leben

Mazen Maarouf: Ein Witz für ein Leben

Storys
Aus dem Arabischen von Larissa Bender

Unionsverlag, 2020

Überraschend und kühn, voller Humor und Fantasie erzählt Mazen Maarouf vom Überleben in einer Welt, die täglich zerstört wird.

Ein Kind, das einer einsamen Kuh durch die Trümmer folgt. Ein Onkel, der drei Mal stirbt. Ein Mann, der die Träume der anderen träumt, und einer, der immer flacher wird. Ein Junge, der seinen kleinen Bruder verkaufen will, und „Mazen Maarouf: Ein Witz für ein Leben“ weiterlesen